Die Teheran Sammlung. Das Teheran Museum für Zeitgenössische Kunst in Berlin

Eine unrealisierte Ausstellung

Die Sammlung des Teheran Museum für Zeitgenössische Kunst (TMoCA) ist in ihrer Zusammensetzung und ihrer Geschichte einzigartig: Nicht nur verfügt sie über einen der größten Bestände westlicher Kunst des 20. Jahrhunderts außerhalb Europas und der Vereinigten Staaten, sie verbindet diese Werke auch mit wichtigen Positionen der iranischen Kunst, insbesondere der 1950er- bis 1970er-Jahre. Ab Dezember 2016 sollten diese Sammlung erstmals außerhalb des Landes in Auszügen präsentiert werden. Hierfür hatte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz im April 2016 mit dem Teheran Museum für Zeitgenössische Kunst (TMoCA) einen Kooperationsvertrag geschlossen. Dieser Vertrag musste nun von Seiten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu ihrem großen Bedauern gekündigt werden. Dieser Schritt war notwendig geworden, da der Iran nach wie vor keine Ausfuhrgenehmigung für die Kunstwerke erteilt hat. 

Aufgebaut wurde die Sammlung für das neugegründete und 1977 eröffnete TMoCA unter dem letzten Schah, Mohammad Reza Pahlavi. Seit der Islamischen Revolution 1979 waren die Werke westlicher Kunst vor Ort wenig zu sehen. Nun sollten sie erstmals als Sammlung ins Ausland reisen und der Öffentlichkeit einen Überblick über ihre Schwerpunkte vor allem in der Malerei ermöglichen.

Die Ausstellung sollte rund 60 herausragende Werke US-amerikanischer und europäischer Kunst gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern der iranischen Moderne zeigen, darunter Jackson Pollock, Mark Rothko, Francis Bacon, Hossein Zenderoodi, Faramarz Pilaram, Behdjat Sadr u.v.a. So sollte der künstlerische Dialog, der im Zentrum der Sammlung steht, in der Berliner Ausstellung sichtbar werden. Damit wäre dem Publikum die hierzulande seltene Möglichkeit geboten, wichtige Positionen der iranischen Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kennenzulernen.